Archiv

Spaziergang Nr. 5
Kunsthaus Aussersihl
KUNSTRUNDGANG KREIS 4

Samstag, 23. Januar 2010, 14 Uhr
Treffpunkt: Helvetiaplatz

Für kunstpassanten gestalten Susanne Hofer, Georgette Maag und Andreas Niederhauser vom Kunsthaus Aussersihl anhand neuer Beobachtungen im Quartier einen weiteren ihrer Kunstrundgänge durch den Kreis 4. An unbekannten Ecken und prominenten Stationen fördern sie versteckte Kunstschätze zu Tage. Sie machen an eher unscheinbaren Orten halt, deklarieren vorgefundene Gegenstände als Kunstwerke, belegen sie mit kunsthistorischen Begriffen oder erzählen reale Geschichten dazu. Auf diesem Spaziergang durch Hinterhöfe und enge Nebensträsschen spielen ein goldener Einkaufswagen, ein Riss im Asphalt und verbogene Veloständer ebenso eine Rolle wie die Übermalungen der Graffitis und Tags in der Langstrassenunterführung. Die Wahrnehmung der TeilnehmerInnen wird auf die kleinen Dinge des Alltags gelenkt. Nebensächlichkeiten werden zu Sehenswürdigkeiten und erlauben einen neuen Blick auf das Quartier.

Kunstrundgang @ Ursula Markus

Kunstrundgang @ Ursula Markus

Die Dokumentation des Spaziergangs wird in Kürze hier zu finden sein!

Spaziergang Nr. 4
Marina Belobrovaja
GEMÜSEBAU
Samstag, 12. Dezember, 18 Uhr
Ort: Helvetiaplatz

Auf dem Spaziergang mit Marina Belobrovaja taucht das Publikum in das einladend warme Ambiente des GEMÜSEBAU-Zeltes ein, das exklusiv für kunstpassanten mitten im winterlich kalten Zürich auf dem unter anderem als Marktplatz genutzten Helvetiaplatz eingerichtet wird. Es ist ein “Spaziergang” durch den Schweizer Gemüsegarten, bei dem die BesucherInnen in die Besonderheiten der regionalen Produktion eingeweiht und mit ihren Vorteilen vertraut gemacht werden sollen – wobei die Auseinandersetzung mit den Begleiterscheinungen einer politischen Diskrepanz nach kürzester Zeit unumgänglich wird: Denn zum einen erfährt der Konsum von regional erzeugten Lebensmitteln gerade in Zeiten der zunehmenden Globalisierung der Nahrungsmärkte einen immer grösseren Zuspruch der Bevölkerung. Durch ein bewusstes Kaufverhalten sind Verbraucher heute in der Lage, Entwicklungen auf dem globalen Lebensmittelmarkt mitzubestimmen. Zum anderen stellt sich allerdings die Frage, ob unser Bemühen um eine ethisch vertretbare Konsumation auf regionaler Ebene sich von der rein gewinnorientierten Agrarpolitik der Schweiz in weltweiten wirtschaftlichen Zusammenhängen emanzipiert oder diese vielmehr verschleiert.

Dokumentation ansehen und anhören!

Das Projekt GEMÜSEBAU wurde von 20. bis 30. Januar 2010 im Rahmen der Reihe Gedankensprünge des Theaters Gessnerallee nochmals präsentiert.

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Marina Belobrovaja, Gemüsebau, 2009

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Spaziergang Nr. 2
Laura Kalauz und Diana Rojas
ALWAYS DARKEST BEFORE DAWN

Sonntag, 1. November, 13.30 Uhr
Treffpunkt: Tessinerplatz (vor Bahnhof Enge)

Laura Kalauz und Diana Rojas führen die TeilnehmerInnen auf ihrem für kunstpassanten gestalteten Spaziergang an „unsichtbare Räume“ Zürichs. Auf solche Orte des öffentlichen Raumes, die in unserer alltäglichen Wahrnehmung häufig zur Seite geschoben werden, machen die beiden Schauspielerinnen durch unerwartete Begegnungen aufmerksam. Somit ermöglichen Kalauz und Rojas, die Stadt vom alltäglichen Blick befreit auf ganz neue Weise zu erleben. Dabei soll die Frage im Zentrum stehen: Welche Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten lassen sich erfahren, wenn wir uns nicht mehr auf all unsere Sinne verlassen können?

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Die Dokumentation des Spaziergangs wird in Kürze hier zu finden sein!

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Spaziergang Nr. 1
San Keller
Egal

Sonntag, 11. Oktober 2009, 14 Uhr
Treffpunkt: Zürich Hauptbahnhof, unter der Nana von Niki de Saint Phalle

Von der Idee ausgehend, dass jeder/e Bewohner/in der Stadt die Kenntnisse und die Kompetenz besitzen, um über die Funktion und die ästhetische Wirkung von Kunst im öffentlichen Raum zu sprechen, hat San Keller auf den kuratorischen Vorschlag verzichtet, einen so genannten „Experten“ in die Gestaltung des Spaziergangs miteinzubeziehen. Am Ausgangspunkt des Rundgangs ist San Keller auf die Vorschläge der Teilnehmer/innen eingegangen und hat in Zusammenarbeit mit ihnen eine Route durch die Stadt skizziert. Sein Honorar teilte er unter den Vortragenden auf. Für San Keller stellt dieser Spaziergang einen Moment oder Akt der «Egalisierung» dar. In erster Linie ging es hier nicht darum, eine partizipative Form der Kunstproduktion wiederzubeleben, sondern die Frage nach den Strategien der Bedeutungsproduktion zu thematisieren. Die physischen und hegemonial bestimmten Strukturen der Stadt aber versucht Keller durch Handlungs- und Diskursstrategien zu problematisieren.

Dokumentation
Neben Fotos und Informationen zu den einzelnen Stationen gibt es hier die Möglichkeit, alle Beiträge in transkribierter Form oder eine Wegbeschreibung des gesamten Spaziergangs herunter zu laden. Wir wünschen viel Vergnügen beim Anschauen, Entdecken und Nachgehen!

Dokumentation ansehen!
Grosse Karte ansehen (mit Wegbeschreibungen)
Alle Beiträge ansehen (PDF)

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Vorankündigung des Projekts
kunstpassanten stellt sich vor!

Am Samstag, 29. und Sonntag, 30. August 2009 stellte sich kunstpassanten zusammen mit dem Fabriktheater am Zürcher Theater Spektakel vor. In diesem Rahmen durften wir als Vorgeschmack auf die Spaziergänge Daniel Knorr als Gast begrüssen:

Daniel Knorr
CUDESCH D’ARTIST
Spaziergang aus der Abfallperspektive für ein Buch

CARTE DE ARTISTE ist ein Projekt, an dem Daniel Knorr seit 2007 kontinuierlich arbeitet. In den Strassen verschiedener Städte hat Knorr „Müll“ gesammelt, aussortiert, ordentlich zwischen weisse Papierblätter gelegt und diese mit industriellen Pressen zusammengedrückt. Entstanden sind Künstlerbücher-Editionen: Jedes Buch bildet ein bestimmtes Land ab. Es soll eine Art globale Enzyklopädie des “öffentlichen Raums“ entstehen.

Im Rahmen von kunstpassanten hat Daniel Knorr dazu eingeladen, mit ihm durch Zürich zu spazieren und die Stadt aus der für sein Buch benötigten „Abfallperspektive“ zu erkunden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer wurde mit einem Plastiksack ausgerüstet und aufgefordert, flache wertlose Gegenstände zu sammeln, die später beim Druck eine „schöne“ Prägung ergeben. Gegenstände des Zürcher „öffentlichen Raums“ wurden dadurch Knorrs Schweizer Edition von Carte de Artiste – Cudesch d’artist – hinzugefügt. Die Künstlerbücher werden anlässlich der Einzelausstellung von Daniel Knorr in der Kunsthalle Basel im September 2009 präsentiert.

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kunstpassanten stellt sich während des Theater Spektakels auf der Landiwiese vor.

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Ca. 4000 Teile wurden für die Herstellung von Carte de Artiste, Schweizer Edition gesammelt.

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